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Abbas Sofian war ein Assassine zur Zeit des Dritten Kreuzzuges. Er war auf der Burg Masyaf stationiert. Er vertraute Al Mualim blind und hätte für den Meister alles getan. Für Altaïr, der sich seiner Meinung nach nur an die Spitze geschleimt hatte, hatte er nicht viel übrig.

Leben Bearbeiten

Kindheit Bearbeiten

Abbas wuchs wie Altaïr in Masyaf auf. Die Väter beider Jungen waren Assassinen, die während einer Belagerung durch die Sarazenen von Al Mualim mit Missionen beauftragt wurden. Altairs Vater kehrte von seinem EInsatz zurück, Abbas' Vater, wurde im Heerlager der Sarazenen gefangen genommen.

Nachdem Abbas Vater Ahmad Altaïrs Vater Umar unter Folter an die Sarazenen verraten hatte, wurde er den Assassinen wieder übergeben. Weil er mit der Schande, einen Bruder verraten zu haben, nicht leben konnte, brachte sich Ahmad vor den Augen von Altaïr um. Als der Junge dies Al Mualim berichtete, ließ er ihn und Abbas zusammenziehen und bildete die beiden Waisen aus.

So vergingen Jahre und die beiden Kinder waren Brüder in allem, bis auf das Blut. Doch Abbas glaubte immer noch, dass sein Vater irgendwann einmal zurückkehren würde. Denn dessen Suizid war von Al Mualim vertuscht worden, und fast jeder im Orden glaubte, dass Ahmad nur für einen Auftrag fortgegangen und nicht wieder zurückgekommen war. Al Mualim beauftragte besonders Altair, Abbas gegenüber Stillschweigen zu bewahren. Abbas konnte diese Geschichte nicht glauben und war davon so verstört, dass Altaïr anfing zu glauben, dass wenn Abbas nur die Wahrheit über seinen Vater wissen würde, es ihm besser gehen würde. Dies stellte sich jedoch als Irrtum heraus. Nachdem Abbas von Altaïr die Wahrheit erfahren hatte, hegte dieser einen Groll auf Altaïr, der so weit ging, dass er seinen "Bruder" bei einem Übungskampf fast tötete. Daraufhin wurden beide eingesperrt und saßen einen Monat im Kerker. Abbas wurde für seine Verfehlung degradiert und Altaïr wurde somit vor ihm ein richtiger Assassine. Auch Altaïr fing an, gegen Abbas einen Groll zu hegen, und sah in ihm einen Schwächling. Dies war der Grund, warum Altaïr in jungen Jahren so überheblich gegenüber anderen war.

Als der abtrünnige Haras die Burg überfiel und Al Mualim gefangennahm, wollte Abbas die Burg aufgeben und fliehen als Altair gerade zurückkehrte. Abbas wurde daraufhin von ihm angewiesen kehrt zu machen und Haras abzulenken während Altair die Burg infiltriert.

Kreuzzüge Bearbeiten

Altaïr traf Abbas nach der fehlgeschlagenen Mission in Salomons Tempel vor der Burg Masyaf. Dort provozierte Abbas einen Streit mit Altaïr und erklärte ihm, dass der Meister ihn schon lange erwarte. Er fragte ihn wo die anderen beiden Assassinen seien und stellte die Behauptung auf, dass er wohl schon vorausgeeilt sei, da er den Ruhm nur ungern teilen wolle.

Man hörte ihn auch beim Angriff der Templer zum Rückzug rufen, obwohl Al Mualim befohlen hatte die Stellung zu halten bis die Dorfbewohner in der Burg in Sicherheit waren.[1]

Nachdem Altaïr Al Mualim getötet hatte, trug er dessen Leichnam nach draußen, um ihn zu verbrennen. Abbas sagte, dass das Frevel sei. Altaïr entgegnete ihm, dass er sich sicher sein müsse, dass es kein Trugbild des Edenapfels sei. Des weiteren erklärte er Abbas, was es mit dem Edenapfel auf sich hatte. Abbas stieß Altaïr von dessen Podest, lief los und nahm sich den Edenapfel. Aber er konnte ihn nicht kontrollieren und der Apfel stieß Energieschläge aus, die alle Assassinen lähmten. Altaïr konnte sich, aufgrund seiner größeren Resistenz, aber losreißen und dem ebenfalls gelähmten Abbas den Apfel aus der Hand reißen. Daraufhin entschuldigte sich Abbas und sagte, er habe nicht gewusst, dass der Apfel so gefährlich sei. Altaïr vergab ihm.

Nachdem Altaïr gegen Dschingis Khan zog, sollte der Assassinenrat (Unter Maliks Führung) den Orden leiten. Abbas übernahm die Kontrolle über den Rat und den Assassinenorden und ließ Altaïrs jüngsten Sohn Sef Ibn La-Ahad töten. Er tötete ihn jedoch nicht selber, sondern ließ dies von seiner neu ernannten rechten Hand Swami erledigen. Sef starb mit dem Glauben, dass sein Vater den Befehl dazu erlassen hatte. Die Schuld an dem Mord wurde Malik Al-Sayf, Altaïrs rechter Hand, in die Schuhe geschoben, der zu diesem Zeitpunkt die Verantwortung über den Orden hatte. Später ließ er ihn ebenfalls ermorden. Als Altaïr zurückkehrte konfrontierte er Abbas, doch der Streit eskalierte, dabei wurden Swami, Abbas' Rechte Hand und Maria Thorpe, Altaïrs Ehefrau getötet. Altaïr floh und Abbas errang dadurch die komplette Kontrolle über den Assassinenorden. In dieser Zeit führte Abbas den Orden an den Rand des Abgrundes. Umliegende Dörfer wurden nicht mehr beschützt und wurden viel mehr gezwungen Abgaben zu leisten. Die Assassinen des Ordens hielten sich immer weniger an das Kredo. Nur wenige blieben den alten Regeln und Altair treu. Zwanzig Jahre später kam Altaïr zurück, zettelte einen Aufstand gegen Abbas an, der den Assassinenorden inzwischen verdorben hatte und erschoss Abbas mit der versteckten Pistole.[2]

Letzte WorteBearbeiten

Abbas Tod

Altaïr versuchte Abbas davon zu überzeugen, dass sein Hass unbegründet war. Abbas jedoch beharrte darauf, dass Altaïr den Namen von Abbas' Vater in den Schmutz gezogen hatte und dass er allen Grund hatte, Altaïr dafür zu hassen. Altaïr berichtete nun davon, dass Abbas' Vater sich vor Altaïr das Leben genommen hatte und dass er alles zugab. Altaïr sagte auch, dass Abbas' Vater ein Verräter gewesen war, aber dennoch ein mutiger Mann war und seine Ehre mit seinem Freitod wieder erneuert hatte. Abbas wiederum sagte, dass er hoffe, dass es ein Leben nach dem Tod gibt, denn dann könne sein Vater ihm ja sagen, dass er (Abbas) Recht hatte.

Abbas: Ich kann euch nicht verzeihen, all die Lügen die ihr über meine Familie erzählt habt.

Altair: Es waren keine Lügen, Abbas, ich war zehn Jahre alt, als euer Vater zu mir kam. Er war in Tränen. Bat um Vergebung an dem Verrat an meiner Familie. Dann schnitt er sich die Kehle durch. Er hauchte sein Leben zu meinen Füßen aus, das werde ich niemals vergessen.

Abbas: Nein!

Altair: Aber er war kein Feigling, Abbas, er erneuerte seine Ehre.

Abbas: Ich hoffe es gibt ein Leben nach diesem hier, dann sehe ich ihn wieder und wenn eure Zeit gekommen ist, werden wir euch finden und dann sind alle Zweifel beseitigt.

Beziehungen Bearbeiten

AltaïrBearbeiten

Als Waisen wuchsen beide fast brüderlich auf, was sich erst änderte als Abbas die wahre Geschichte vom Tode seines Vaters erfuhr, die er nicht akzeptierte.

Für Abbas ist Altair ein egoistischer Speichellecker von Al Mualim, dessen einziges Interesse darin besteht, seinen perönlichen Ruhm zu mehren, auch auf Kosten anderer.

Auch dass er keinen Respekt für das Kredo der Assassinen hat bemerkt Abbas immer wieder.

Sein Umgang mit Altair ist von starkem Sarkasmus geprägt und lässt immer sein geringschätziges Bild über Altair erkennen

Altair seinerseits, hält Abbas für einen Schwächling, der die Augen vor der Wahrheit verschließt.

Al MualimBearbeiten

Abbas ist Al Mualim treu ergeben und folgt ihm und dem Kredo in fast fetischistischer Hingabe, ohne kritische Hinterfragung.

Al Mualim, so scheint es, sieht in Abbas einen weniger wichtigen und evtl. auch weniger fähigen Assassinen, obwohl er dessen Ausbildung genauso geleitet hat wie die von Altair, was für weiteren Groll bei Abbas sorgte.

Ein anderer Grund kann in der "Blutschuld" Abbas' liegen, da sein Vater das Kredo der Assassinen (3. Leitsatz: Gefährde niemals die Bruderschaft!), durch seinen Verrat an Umar, gebrochen hat. Eine Entehrung/ Blutschande konnte in früheren Kulturen auf alle Kinder mitvererbt werden.

Swami Bearbeiten

Wie Malik zu Altaïr steht, so steht Swami ergeben zu Abbas. Die gegenseitige Beziehung basiert wohl aber weniger auf Freundschaft sondern mehr aus dem gegenseitigen Nutzen von einander.

Abbas hat mit Swami eine willfährigen Helfer und "Mann fürs Grobe".

Swami hat mit Abbas eine Bekanntschaft in einer hohen Machtposition, mit dessen Hilfe er selbst weiter aufsteigen kann. Zudem führt dieser gerne die Bluttaten für Abbas aus, da diese ihm erlauben seinen sadistischen Neigungen auszuleben.

Andere Assassinen Bearbeiten

Die meisten Assassinen fürchten Abbas mehr als sie ihn wirklich respektieren. Einige folgen ihm widerwillig andere nur zum Anschein, während sie in Wirklichkeit Altair die Treue halten. Andere wiederum folgen Abbas freiwillig, da sie Altair, nach seiner Flucht, für einen Verräter halten.

Die Treue der Ordensbrüder erkauft Abbas mit Anhängern wie Swami, die nicht vor einem Mord in den eigenen Reihen zurückschrecken.

Trivia Bearbeiten

  • Abbas bedeutet "Löwe" oder "der mit dem düsteren Gesicht" bzw. "der Stirnrunzler", dies passt auch zu seinem Auftreten in Assassin’s Creed, da er am Tor auf Altaïr wartet.
    • Sein Nachname Sofian bedeutet "treu, ergeben", was ebenfalls zu Abbas' fast fetischistischer Hingabe zu Al Mualim und der Assassinenbruderschaft passt.
  • In der originalen Illustration von Abbas Sofian verfügte er über all seine Finger. Dies war jedoch während dieser Zeit, als Assassine, undenkbar. Aufgrund der Tatsache, dass die Träger der Klinge ihren Ringfinger als Opfergabe für die Versteckte Klinge abschneiden mussten. Altair machte es möglich, diesen Schritt zu umgehen.

Quellen Bearbeiten

Referenzen Bearbeiten

  1. Assassin’s Creed.
  2. Assassin's Creed: The Secret Crusade

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